Offshore banking & Alternativen

Der Begriff „offshore banking“ steht für Konten und Vermögensverwaltung bei ausländischen Banken. Grundsätzlich steht es jedem EU Bürger frei ein Konto in jedem anderen EU Land zu eröffnen, allerdings muss ab einem jährlichen Ein- Ausgangslimit von über 2.500€ (kann variieren) dieses Konto dem örtlichen Finanzamt gemeldet werden.

In der Realität sieht es aber so aus das alle Staaten die den FATCA Vertrag unterschrieben haben diese Daten ohnehin automatisch miteinander austauschen. Bei Auslandskonten wird auch mehr Information weiter gegeben als wenn z.B.:.

Fall 1:

Herr A., Österreichischer Staatsbürger bei

einer zweiten Bank in AT ein Konto eröffnet:

In dem Fall erfolgt nur die Meldung das ein Konto eröffnet wurde


Fall 2:

Herr A., Österreichischer Staatsbürger bei einer Bank,

sesshaft in einem der anderen FATCA Mitgliedsstaaten,

ein Konto eröffnet:

Dann schließt die Informationspflicht viele weitere Daten mit ein die hier genauer dokumentiert sind:

https://www.bmf.gv.at/steuern/int-steuerrecht/Abkommen-USA-FATCA.html


Also Macht es relativ wenig Sinn für Herrn A. als Österreicher in z.B. Frankreich ein Konto für ein „sicheres Polster“ zu eröffnen, da ohne sein Wissen ohnehin die Daten ausgetauscht werden und er sich schlimmstenfalls der Steuerhinterziehung strafbar macht!

Früher gab es dafür in Österreich die anonymen Sparbücher als sicheres Notpolster. Nach neuem „erscheinen“ der Sparbücher als Version 2.0 tragen diese den Besitzernamen auf der ersten Seite. Also weit weg von anonym!

Darauf angesprochen, bekommt man von Bankmitarbeitern meist die Antwort das es ja nur „registriert“ ist und das die Existenz des Sparbuchs fürs Finanzamt nicht ersichtlich ist.

Aber:

Ab dem Zeitpunkt der ersten Einzahlung vom Girokonto auf das Sparbuchkonto, im selben Namen, ist, dank fehlendem Bankgeheimnis, ohnehin jegliche „Privatsphäre und Sicherheit“ gegenüber den Finanzbehörden dahin!

Heiße Luft also!

Selbes gilt für Auslandskonten, egal wo! Eine Überweisung vom eigenen Standard Girokonto auf das Auslandskonto im selben Namen eliminiert jeden Schutz vor den örtlichen Finanzbehörden sofort!

Denn:

Ist ein begründeter Verdacht für die
Kontoeinsicht notwendig?
Nein, nach bisherigen Plänen soll es genügen, dass ein vager Verdacht vorliegt. Etwa, wenn allgemeine Erfahrungswerte ein Fehlverhalten nahelegen. Diese Erfahrungswerte werden zum Beispiel zum Tragen kommen, wenn jemandem Schwarzarbeit vorgeworfen wird.

Quelle: https://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4686775/Bankgeheimnis_Der-glaeserne-Steuerzahler


Es sollte auch noch erwähnt werden, das, die selben Banken die einen heute als Verbrecher abstempeln wenn man nach anonymen Anlagemöglichkeiten fragt, die selben sind, die vor nicht all zu langer Zeit die anonymen Sparbücher und prepaid Karten auf den Markt gebracht haben!

Auch bei den vor kurzem noch erhältlichen „Polen- Debits“ der BZWBK hatte Österreich die Finger im Spiel. Auf der Rückseite der prepaid Karte ist klar der Hersteller zu lesen: Austria Card


Aber es gibt aber noch „Lücken“ die schwer zu schließen sind und Möglichkeiten offen halten:

1. Kryptowährungen mit Bargeld kaufen und längere Zeit bunkern:


Vorteil:

– Wurden diese 1 Jahr in privatem Besitz gehalten (dokumentieren!) sind Gewinne bei Wertsteigerung und anschließendem Verkauf lt. österreichischem Recht steuerfrei.

– Kann jederzeit ausbezahlt werden falls notwendig

Nachteil:

– Wenn der Kurs fällt gibt es natürlich keine Gewinne. Also nur Geld investieren das im schlimmsten Fall zu verkraften ist wenn es weg ist.

– Es sollte auch eine Quelle für das Bargeld bestehen die rechtlich schwer antastbar ist. Also monatlich 10.000€ ohne handfeste Erklärung der Herkunft und ohne dafür Steuern zu zahlen wird unweigerlich zu Problemen führen

Für ein kleines Extra an Sicherheit wäre es epfehlenswert die Coins zu mixen um die Rückverfolgung der Herkunft zu erschweren.

Meine Empfehlung:

Bestmixer (Clearnet Link)

Bestmixer (TOR Link)



2. Auslands prepaid Kreditkarten mit alternativen Lademethoden:

Eine prepaid Kreditkarte von einer ausländischen Bank lässt sich als Zweitkonto für kleinere Beträge einsetzen. Sowohl Beladung mit Kryptowährungen als auch Cashcodes die mit Bargeld gekauft werden können (Paysafecard, U-Cash, Neosurf,…) können eingezahlt und mit der Karte behoben werden, ohne eine Spur im SEPA System zu hinterlassen.

Größere Beträge sind aber wegen der hohen Kosten und der geringen Limits eher schlecht möglich.


3. Auslands prepaid Kreditkarten mit eigenem IBAN Konto:

Eine der letzten großen Lücken im Überwachungsystem. Prepaid Kreditkarten mit vollwertigem IBAN Konto auf Kundennamen oder zum Teil auch Firmennamen gibt es so viele wie noch nie zuvor.

Diese Firmen unterliegen als „e-money Anbieter“ mit „virtuellen Konten“ im Gegensatz zu „richtigen Banken“ (wieder heiße Luft!) eigentlich, unter bestimmten Bedingungen, nicht der FATCA Regelung.

Viele nehmen aber freiwillig Teil und können daher auch nur bedingt empfohlen werden. Es wird auch von heute auf morgen die Verhaltensweise gegenüber Kunden und dem Ämtern um 180 Grad gedreht.

Leider gängige Praxis, also mit Vorsicht verwenden! Vom bunkern höherer Beträge auf Langzeit wird dringend abgeraten!

Solche Anbieter können von einem Tag auf den anderen verschwinden und eine staatliche Absicherung für Kunden gibt es meist nicht.

Und natürlich gilt auch hier: Eine Überweisung vom Standard Girokonto auf das Auslandskonto im selben Namen eliminiert jeden Schutz vor den Finanzbehörden sofort!

Ein Paar Beispiele:

Paysera

Sehr gutes und kostengünstiges Auslandskonto in Litauen mit Blitzüberweisungen um die ganze Welt.

Achtung: FATCA unterstützend!

Leopay

Früher Leupay bietet Multiwährungskonten mit Bulgarischem IBAN Konto. Sehr kostengünstiges Auslandskonto mit Blitzüberweisungen um die ganze Welt.

Die Firma ist ein wenig undurchsichtig und hat schon mehrmals die Bank und das Land gewechselt in dem sie residiert oder mit der sie arbeitet. Für kleinere Beträge aber ok.

FATCA Status: Nach Umzug von Malta nach Bulgarien wieder unklar!

Veritas Mastercard

Französischer Anbieter mit IBAN Konten in Frankreich und England. Frei wählbar welches Land bevorzugt wird.

Der Support antwortet ausnahmslos, seit Jahren nur auf französisch, englische Anfragen werden aber beantwortet.

Preis Leistung ist eher suboptimal. Pro Einzahlung auf das IBAN Konto werden zum Beispiel jedes mal 2.49% (5€min) des Einzahlbetrags fällig.

D.h. hängt man das IBAN Konto der Karte an ein Paypal Konto für Auszahlungen, kostet einen das schon mal 10€ um das Konto bei Paypal bestätigen zu können. 2 Miniüberweisungen von Paypal= 2x 5€

Allerdings bietet die Firma die Möglichkeit bis zu einem gewissen Betrag ohne Dokumente die Karte auszugeben. Es wird sich also ein Kundenkreis finden! 😉

FATCA Status: Unklar! Hauptsitz der Firma in Zypern, IBAN Anbieter in UK und Frankreich

Wicotiz

Ähnliches Produkt wie die Veritascard (selbe Bank in Frankreich) nur etwas günstiger . Allerdings lässt sich im gesamten Netz eigentlich kein Erfahrungsbericht über die Karte finden. Ein negativer Bericht auf trustpilot.com verschwand plötzlich.

Der Anbieter kann also wegen fehlender Rückmeldungen aktuell noch nicht empfohlen werden!

FATCA Status: Unklar!

Viabuy

Schon lange am Markt und bietet ein deutsches IBAN Konto zur Karte. Rechtlicher Sitz aber in England und das Konto immer auf den Namen der Firma „PPRO Financial Ltd“.

Der Anbieter ist allerdings dafür bekannt nicht immer den besten Kundenumgang zu pflegen und nur bedingt empfehlenswert zu sein.

Vorsicht bei Kontoständen über 4.000€!

FATCA Status: Konto in UK auf Firmennamen „PPRO Financial Ltd“. Sollte FATCA sicher sein!

Bunq

Relativ neue Bank aus den Niederlanden mit NL IBAN Konten. Preislich in Ordnung und die Rückmeldungen sind recht positiv.

FATCA Status: Unbekannt


Wie ihr seht gibt es noch Möglichkeiten für finanzielle Privatsphäre. Ich werde die Liste noch erweitern und mehr hinzufügen…